Nutzungsausfall bei Motorrädern

Nutzungsersatz bei Motorrädern

 

Regelmäßig haben Geschädigte eines Verkehrsunfalls Anspruch auf Nutzungsersatz. Sie erhalten also einen bestimmten Betrag dafür, dass sie ihr Fahrzeug unfallbedingt nicht nutzen können.

 

Gilt dies auch für Motorräder?

 

Diese Frage muss man leider mit dem für Juristen typischen „es kommt darauf an“ beantworten. Grundsätzlich sind Motorräder nicht vom Nutzungsersatz ausgenommen. Aber: Die Rechtssprechung hat verschiedene Grundsätze aufgestellt, die dem Motorradfahrer in vielen Fällen den Nutzungsersatz versagen. So hat der Motorradfahrer keinen Anspruch auf Nutzungsersatz, wenn er über einen PKW verfügt (vgl. u.a. BGH Beschluss vom 11.9.2012 - VI ZR 92/12). Nutzungsersatz erhält man auch dann nicht, wenn das Motorrad allein als Freizeitfahrzeug genutzt wird, da das durch das Motorradfahren vermittelte Fahrgefühl zwar die Lebensqualität erhöhe könne, dies indes keinen wirtschaftlich messbaren Schaden darstelle.

 

Zudem gelten beim Nutzungsersatz für Motorräder auch die allgemeinen Voraussetzungen für den Nutzungsersatz, namentlich Nutzungswille und Nutzungsmöglichkeit gegeben sein.

 

In einer Auseinadersetzung mit der gegnerischen Versicherung ist daher genauesten auf den eigenen Vortrag zu achten. Zu schnell hat man sich durch eine unbedachte Äußerung um die Möglichkeit des außergerichtlichen Erhalts Nutzungsersatzes gebracht, obwohl einem dieser zusteht.

 

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